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gesetzliche Qualifikationen

Eignungsvoraussetzungen für die erfolgreiche Ausübung von Bewachungsaufgaben gibt es viele.

Die Zugangskriterien für das Einsatzpersonal hat der Gesetzgeber in der Bewachungsverordnung (BewachV) festgelegt.

Das verlangt der Gesetzgeber:

Die gesetzlich vorgeschriebene Qualifikation eines mit Bewachungsaufgaben betrauten Mitarbeiters wird durch das Bewachungsgewerberecht (§ 34a GewO) geregelt.

Neben der Volljährigkeit der Wachperson ist seine sogenannte Zuverlässigkeit und die fachliche Eignung zu beachten.

Die Art des geforderten fachlichen Eignungsnachweises ist abhängig vom jeweiligen Bewachungsauftrag.

Nach dem Gesetz zur Änderung des Bewachungsgewerberechts vom 23. Juli 2002 unterliegen folgende Tätigkeiten einer Sonderregelung:

1. Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr (Citystreifen u. Doorman),
2. Schutz vor Ladendieben (Kaufhausdetektive),
3. Bewachungen von Einlassbereichen von gastgewerblichen Diskotheken (Türsteher).

Für diese Tätigkeiten ist als gesetzlich vorgeschriebener Nachweis der fachlichen Eignung die erfolgreiche Ablegung einer Sachkundeprüfung vor einer Industrie- und Handelskammer erforderlich, für die anderen Bewachungstätigkeiten (z. B. Objektschutz) ist -mit Ausnahme weiterer explizit genannter Aufgabenbereiche- das Unterrichtungsverfahren durch eine Industrie- und Handelskammer als Eignungsnachweis ausreichend.

Zuverlässigkeit: "Zur Überprüfung der Zuverlässigkeit holt die Behörde eine unbeschränkte Auskunft nach § 41 Abs. 1 Nr. 9 des Bundeszentralregistergesetzes ein;""Die Beschäftigung einer Person, die in einem Bewachungsunternehmen beschäftigt ist, kann dem Gewerbetreibenden untersagt werden, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass die Person die für ihre Tätigkeit erforderliche Zuverlässigkeit nicht besitzt."
Unterrichtung nach § 34a Abs. 1 Satz 3 Nr. 3, Satz 4 GewO: Die Dauer der von einer Industrie- und Handelskammer durchgeführten Unterrichtung beträgt 40 Stunden und umfasst insbesondere die fachspezifischen Pflichten und Befugnisse folgender Sachgebiete:
  1. Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschl. Gewerberecht und Datenschutzrecht,
  2. Bürgerliches Gesetzbuch,
  3. Straf- und Strafverfahrensrecht einschl. Umgang mit Waffen,
  4. Unfallverhütungsvorschrift Wach- und Sicherheitsdienste,
  5. Umgang mit Menschen, insbesonder Verhalten in Gefahrensituationen und Deeskalationstechniken in Konfliktsituationen,
  6. Grundzüge der Sicherheitstechnik
Sachkundeprüfung nach § 34a Abs. 1 Satz 5 GewO Die Sachkundeprüfung wird vor einer Industrie- und Handelskammer abgelegt und erstreckt sich insbesondere auf die fachspezifischen Pflichten und Befugnisse folgender Sachgebiete:
  vgl. Absatz "Unterrichtung"
andere Nachweise: für das Bewachungsgewerbe einschlägige Abschlüsse auf Grund des Berufbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung oder der Industrie- und Handelskammern, Abschlüsse im Rahmen einer Laufbahnprüfung zumindest für den mittleren Polizeivollzugsdienst, auch im Bundesgrenzschutz, den mittleren Justizvollzugsdienst, sowie für Feldjäger in der Bundeswehr, als auch die Sachkundeprüfung werden als Nachweis der Unterrichtung anerkannt.